Luxemburgische Gipfel-Präsidentschaft

Seit dem 1. Januar 2017 hat Luxemburg die 16. Präsidentschaft des Gipfels der Großregion inne. Offiziell wurde sie am 2. Februar 2017 in den Rotondes in Luxemburg im Beisein des Premierministers Xavier Bettel und der Ministerin für die Großregion, Corinne Cahen, eröffnet.

 

Bei seiner Rede hat der Premierminister erklärt, dass das Großherzogtum sich dafür einsetzt, seine Grundwerte – Verlässlichkeit, Tatkraft und Offenheit – in den Dienst der Großregion zu stellen. Er hat auch daran erinnert, dass die Großregion für andere regionale Gebiete eine Inspirationsquelle ist: „Luxemburg ist und bleibt zutiefst von der Rolle der Großregion als Motor der europäischen Integration überzeugt, und in diesem Sinne wollen wir uns im Laufe unserer Präsidentschaft einsetzen.“

 

Der Ministerin für die Großregion, Corinne Cahen, zufolge ist es entscheidend, die Hindernisse zu verkleinern und die Grenzen ein für alle Mal abzuschaffen: „Die Großregion ist wichtiger denn je: wir müssen unsere gemeinsamen Werte und unsere Solidarität verteidigen.“ Sie hat außerdem die Bedeutung der konkreten Zusammenarbeit in Bereichen wie Bildung, Ausbildung, Arbeit, Wirtschaft, Transport, Gesundheit und Umwelt hervorgehoben, um die Großregion „attraktiver, wettbewerbsfähiger, offener und einladender“ zu machen.

 [Quelle: www.grande-region.net]

 

 Die Großregion oder der Aufbau eines „Gemeinsamen Lebens“

Die Großregion befindet sich im historischen Herzen Europas und setzt sich aus den folgenden Teilgebieten zusammen:

              

Seit dem 1. Gipfel im Jahr 1995 ist das gemeinsame Ziel der Partner der Aufbau eines integrierten Kooperationsraumes im Dienste seiner Bürger, seiner Wirtschaft und seiner Gebiete. Wenn grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Motor der europäischen Integration ist, ist die Großregion ihr Labor.

 

Die Komplexität und der Reichtum dieses Gebietes, das sich fünf Regionen aus vier Staaten teilen, rücken die Großregion ins Zentrum des Schauplatzes Europa und machen sie zu einem Förderer der europäischen Gebietszusammenarbeit im Dienste eines intelligenten, nachhaltigen und inklusiven Wachstums.

 

Die Großregion ist die Geschichte einer Schicksalsgemeinschaft, die eine neue Form der Vertiefung der Europäischen Union aufzeigt: Den Übergang von einem Kooperationsraum zu einer Lebensgemeinschaft, die für Gerechtigkeit und Solidarität steht und für die die Frage der Verbundenheit der Bürger ein Herzensanliegen ist.

 [Quelle: www.grande-region.net]

 Wirtschaftliches und unternehmerisches Potenzial im Herzen Europas

Mit einer Gesamtfläche von 65.400 km² und nicht weniger als 11,3 Millionen Einwohnern (2,3 % der Gesamtbevölkerung der EU) besitzt die Großregion ein extrem reiches Unternehmensgeflecht mit außergewöhnlichem Entwicklungspotenzial. Dieses Grenzgebiet stellt ein reiches, dynamisches Ökosystem dar und ist damit ein attraktiver, vielseitiger Raum für wirtschaftlichen Austausch.

 

Geprägt vom beständigen grenzüberquerenden Fluss der Arbeitnehmer und Verbraucher sowie der etwa 220.000 Grenzgänger, die sich täglich in ein anderes Land begeben, zeichnet sich der Wirtschaftsraum der Großregion durch eine kosmopolitische Bevölkerung aus und ist damit EU-weit ein Vorbild für Kompetenz. Die Großregion ist de facto Ausdruck und Illustration eines europäischen Marktes ohne Grenzen, reich an Kooperationen und mannigfach geteilten Gemeinsamkeiten.

 

Mit seiner Lage im Zentrum der europäischen industriellen Entwicklung ist das Grenzgebiet der Großregion ein Hort reicher, beständiger Wirtschaftsbeziehungen und bietet einen Raum für äußerst enge Kontakte und Beziehungen. Als Erbe einer gemeinsamen Wirtschaft, die sich auf Industrie und Kohleabbau gründet, will dieser Wirtschaftsraum gemeinsam mit den industriellen Clustern den Dienstleistungssektor, Export, Innovation sowie F&E entwickeln.